Weniger besitzen, mehr leben

Ich behaupte, wir besitzen alle viel mehr, als wir letzten Endes benötigen…

 

Ich möchte in diesem Beitrag keinesfalls einen auf Moralapostel machen und verzichte bewusst auf Bilder in diesem Artikel, weil der Schwerpunkt dieses Beitrags auf dem Inhalt liegt.

Vielmehr möchte ich daran erinnern, über all das was wir besitzen, und das dies viel mehr ist als wir benötigen.

Durch meine Reisen und Auslandsaufenthalte, gerade im karibischen Raum konnte ich für das Leben sehr viel lernen. Ich habe Länder, Kulturen, Menschen und vieles mehr gesehen. Menschen wie Sie sind, Menschen wie Sie auf Ihre Art und Weise leben, und vor allem mit was Sie allem leben. Sie leben vor allem mit einer Eigenschaft, mit purer Lebensfreude!

Gerade im karibischen Raum, wie z.B. in der Dominikanischen Republik gibt es sehr viel Armut. Ich habe Menschen kennengelernt die nicht viel besassen, Menschen die in einer Art zusammengebastelter Hütte wohnten. Menschen, die Tag für Tag mehr oder weniger um das Überleben kämpfen mussten, Menschen die nicht mehr als 200 – 300 € pro Monat verdient haben. Und mit diesem Monatsgehalt versucht ein Familienvater seine ganze Familie zu ernähren.

 

Was ist es also, was diesen Menschen so viel Lebensfreude bereitet?

 

Dies ist garnicht so einfach zu beschreiben bzw. zu erklären. Die Menschen die z.B. in der Dominikanischen Republik leben, kennen nur Ihr Leben. Das Leben Ihrer Eltern, das Leben Ihres Landes, Ihrer Kultur. Zudem möchte ich ganz klar herausstellen, dass das Leben in der Dominikanischen Republik in absolut keinster Weise mit unserem europäischen Leben zu vergleichen ist. Das Leben ist ein komplett anderes.

Was also verschafft diesen Menschen so eine  unglaubliche & intensive Lebensfreude? Ich glaube, dass Gott eine ganz wichtige und zentrale Rolle im Leben der Menschen darstellt. Ihre Beziehung zu Gott und zur katholischen Religion ist eine ganz besondere.

Die Menschen glauben an Gott, und sind Ihm für all das was Sie haben sehr dankbar, und das was diese Menschen besitzen gleicht fast nichts. Diese Menschen sind Gott sehr verbunden, und sind froh über jeden neuen geschenkten Tag. Sie sind gesund, Sie haben Ihre Familie und Sie haben Essen und Trinken. Was für uns Europäer vielleicht so banal und abstrakt klingen mag, es ist wirklich so.

Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die diese Menschen zu schätzen wissen, und das ist eine grosse Eigenschaft. Für jeden neuen Tag sind Sie Gott dankbar. Generell ist natürlich zu sagen, dass die Lebensart und auch Lebensweise der Dominikaner z.B. sehr anders ist als die unsere. Es wird eher von Tag zu Tag gedacht, es wird im Hier & Jetzt gelebt, und das mit einer unglaublichen Intensität. Es ist natürlich ein ganz anderes Leben was in der Dominikanischen Republik oder im karibischen Raum gelebt wird, aber das habe ich gelernt, mit dem zufrieden zu sein was ich habe.

Und ich persönlich habe alles. Ich habe eine Wohnung in der ich schlafen kann, ich kann wann immer ich möchte etwas trinken oder etwas essen. Ich habe ein Auto mit dem ich von A nach B komme. Ich habe eine sichere Arbeitsstelle, was bitte brauche ich denn mehr?? Ich habe viel mehr als ich benötige oder brauche. Ich bin gesund und dazu im Stande das Leben zu leben, es zu geniessen, und das Tag für Tag. Es ist eines der grössten Geschenke überhaupt.

Die Königsdisziplin & das Schwierigste ist es hierbei für mich, für all das dankbar zu sein, und dies immer wieder vor Augen zu halten, und mich selber daran zu erinnern wie gut es mir geht.

 

Mit diesem Beitrag möchte ich mich selber & auch Dich daran erinnern wie gut es uns eigentlich geht. Natürlich haben wir alle so unsere Schwierigkeiten, Probleme etc. Aber man sollte jedoch nie vergessen, dass es Menschen auf dieser Erde gibt, die Tag für Tag um das nackte Überleben kämpfen. Menschen die keinen Zugang zu Wasser oder Essen haben, Menschen die in Krisengebieten, Kriegsgebieten oder in Vierteln leben wo Korruption & Drogenhandel an der Tagesordnung steht.

Lassen wir uns alle gemeinsam dankbar für das sein, über all das dessen wir in Besitz sind. Dafür das wir gesund sind, dass es unseren Familien gut geht.  Und jeder kann dem Leben etwas zurückgeben, mit nur ganz kleinen Gesten und Tätigkeiten, denn wir sind dazu im Stande, und andere Menschen leider nicht.

Weniger besitzen, und mehr leben. Dies kann so einfach sein. Das Leben hat viel zu bieten wenn wir nur unseren Träumen & Wünschen nachgehen und unsere Augen öffnen.

Sich selber dies immer und immer wieder vor Augen zu führen ist garnicht so leicht. Wir vergessen es einfach und leben unser leben, als wäre es das selbstverständlichste der Welt, was es auch normalerweise ist. Dennoch, wenn wir versuchen für alles was wir haben, für unsere Gesundheit und für jeden geschenkten Tag dankbar zu sein, dann zollen wir dem Leben Respekt, und all den Menschen auf dieser Welt denen es nicht so gut geht, die leider Gottes vom Tod bedroht sind, in ständiger Angst leben und nicht zu wissen ob sie morgen noch existieren werden.

Diesen Beitrag widme ich all den Menschen denen es nicht so gut geht. Menschen die sich in ständiger Bedrohung befinden und Tag für Tag um Essen und Wasser kämpfen müssen.

 

Ich bin dankbar für all das was ich habe, und das es meiner Familie und den Menschen die ich liebe gut geht, und gesund & munter sind.

Lasst uns versuchen für das was wir haben dankbar zu sein. Versuchen wir uns diese Tatsache, dass es uns geht geht und wir gesund sind immer und immer wieder vor Augen zu halten. Ich weiss, dass dies alles andere als einfach ist, und schnell gerät es in Vergessenheit. Aber versuchen wir es, denn selbstverständlich ist das Leben was ich führe für mich nicht. Es ist ein Geschenk, ein Privileg. Ein Privileg worüber ich mich manchmal frage, warum ich, und nicht jemand anders, jemanden der es mehr verdient wie ich…

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu “Weniger besitzen, mehr leben

  1. Ein ehrlicher Beitrag. Ich denke auch, dass wir uns jeden Tag vor Augen halten sollten, in welchem Wohlstand wir leben, wie gut es uns geht und wie glücklich wir uns schätzen können, aber auch hinterfragen, zu wessen Lasten das Viele, was wir doch haben eigentlich geht und ob der Überfluss denn so oft nötig ist und uns am Ende des Tages wirklich glücklich macht?! Ich finde das Reisen öffnet dafür die Augen, sensibilisiert und zeigt auch, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben ….sonnige Grüße aus Singapur! 😉 Antje

    • Cristobal Colon

      Reisen oder Auslandsaufenthalte sensibilisieren uns dafür definitiv. Das Reisen öffnet die Augen, wie du geschrieben hast. Das Reisen ist eine sehr schöne Art um darauf aufmerksam zu werden und dafür ein Bewusstsein zu entwickeln, oder vielmehr fördert es ein Bewusstsein. Und so war es zum Beispiel bei mir auch der Fall. Das Reisen bildet und persönlich entwickelt man sich weiter durch das Reisen. Es verändert einen, und mich hat es sehr zum positiven verändert worüber ich sehr dankbar bin 🙂
      Einen schönen Sonntag & sonnige Grüsse aus dem Süden von Gran Canaria 🙂

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