Immer diese Rennradfahrer…

Sie sind überall, die Rennradfahrer. Sie scheinen allgegenwärtig auf Gran Canaria zu sein, auf den Strassen, in den Bergen, sowie in den Hotels, man sieht sie überall. Und genau das wollte ich herausfinden, warum sieht man sie denn überall auf der ganzen Insel, und dieser Frage bin ich nachgegangen.

 

Wann immer ich einen Ausflug in die Berge mache, treffe ich auf diese sportbegeisterten Menschen, welche es wohl anscheinend lieben auf Ihren Rädern die Berge hoch zu trampeln, während einer Hitze bei der man sich kaum vorstellen mag, wie fühlt sich gerade wohl der Mensch, neben welchem ich gerade mit meinem Auto vorbeigefahren bin, während ich schon in meinem Auto sterbe bei einer Aussentemperatur von ca. 31 Grad.

 

Oberhalb von Presa de las niñas, Sicht aud Soria

 

Man sieht sie einfach überall auf der Insel, und das Tag für Tag. Ich befinde mich auf meiner Arbeit, stehe hinter der Rezeption, und da sehe ich sie schon wieder, früh morgens verlassen sie das Hotel und kehren am späten Nachmittag wieder zurück in das Hotel, und ich  hinterfrage mich, was fasziniert diese Menschen so an Ihrem Sport? Ja wie kann es denn jemanden eigentlich Spass machen, bei solch einer Temperatur die wir hier auf Gran Canaria haben, mehrere Stunden mit dem Rennrad unterwegs zu sein, was ist es woran die Rennradfahrer so viel Spass und Freude zugleich haben?

 

In den Bergen, ein Traum für Rennradfahrer

 

Du kennst das Gefühl wahrscheinlich selber, oder hast es wenigstens schon einmal selber erlebt, Du befindest auf deinem Weg wohin auch immer, und plötzlich tauchen sie wie vor dem nichts vor dir auf der Strasse auf, nicht schon wieder, nicht schon wieder diese Rennradfahrer…, und Du fährst ihnen hinterher, wartest auf eine passende Möglichkeit sie zu überholen, und dann ist es endlich soweit, da ist sie, die Möglichkeit sie zu überholen und sie hinter dich zu lassen. Wahrscheinlich kennst Du das, und das ist es, was mir hier alle paar Tage vorkommt, und viel öfter noch wenn ich einen Ausflug in die Berge mache.

 

Und vorgestern, da habe ich wieder so einen von denen gesehen, ich stand hinter der Rezeption, es war gerade in diesem Moment nicht viel zu tun, und ich ergriff die Möglichkeit, der Rennradfahrer, einer unserer Hotelgäste befand sich vor dem Hotel und bereitete sich auf seinen morgendlichen Ausflug mit seinem Rad vor, er zog sich seine Schuhe an, und ich wagte es mich, ich machte mich auf den Weg zu Ihm um mit Ihm zu reden, um Ihn und seine Welt, die Welt der Rennradfahrer zu verstehen.

Denn ich wollte sie wirklich verstehen lernen, ich sehe sie Tag für Tag, und konnte bisher in meinem Leben noch nie wirklich verstehen, wie man gefallen und Freude an solch einem Sport besitzen kann.

Da stand ich nun vor Ihm, und fing an mich mit meinem Gast zu unterhalten, nur ganz kurz zur Info: Schon vor wenigen Tagen davor hatte ich mich mit diesem Gast unterhalten, denn er kam aus der Schweiz und frag mich etwas bezüglich seiner Abreise. Nun gut, wir unterhielten uns ca. 5 – 10 Minuten, und nach diesen Minuten konnte ich Ihn, und all jene Menschen verstehen, die diesem Sport so leidenschaftlich nachgehen.

Er erzählte mir wie gerne er doch immer wieder nach Gran Canaria zurückkommt, und das er nun schon mittlerweile das gefühlte 30x hier auf der Insel ist. Da er auch schon oft mit dem Rennrad in den Wintermonaten auf Mallorca unterwegs war, erzählte er mir jedoch warum er diese Insel zum Radfahren so sehr liebt.

Zum einem ist es natürlich das so angenehme Klima hier auf Gran Canaria in den sogenannten Wintermonaten von Oktober bis April, in dieser Zeit lässt es sich perfekt auf der Insel Radfahren, denn es ist immerhin nicht so sehr heiss wie im Sommer hier.

Aber selbst für das ganze Jahr gesehen ist Gran Canaria bestens für Rennradfahrer geeignet, es ist einfach dieses so herrliche Klima, der immer strahlende Sonnenschein, und dann wohl noch die so sehr wechselhafte aber unvergleichliche Vegetation & Landschaft in den Bergen, die Rennradfahrern so sehr in Ihren Bann zieht, und mal ganz abgesehen von den Höhenmetern die man hier auf der Insel zurückliegen kann, es ist einfach so, Gran Canaria ist bestens für begeisterte und leidenschaftliche Rennradfahrer geeignet.

Und wo sonst in Europa findet man wohl während dem Winter eine bessere Kulisse als auf Gran Canaria, um einen Ausflug mit dem Rennrad in die Berge zu machen, es ist das so ganzjährig angenehme warme Klima was diese Menschen und natürlich nicht nur die Rennradfahrer, Jahr für Jahr hier hin zieht.

Mein Hotelgast sagte mir zudem noch, dass für einen Radfahrer 2 Dinge von wichtiger Bedeutung seien: 1. Gutes Wetter, und. 2. Viel zu trinken mitnehmen. Und das was Gran Canaria für meinen Hotelgast als weiteres so attraktiv als Reiseziel für das Radfahren macht ist, dass es in den Bergen kaum Verkehr gibt, und das sei immerhin eine wichtige Eigenschaft auf die er Wert liegt, und hier auf Gran Canaria gibt es wirklich kaum Verkehr in den Bergen.

Natürlich kommen des öfteren mal Autos entgegen oder überholen einen, dennoch ist dies überschaubar und der Verkehr der in den Bergen herrscht ist wirklich auf ein Minimum reduziert. Es scheint so, dass die Insel nicht nur für all die sonnenhungrigen oder Naturliebhaber gemacht ist, sondern auch für die Rennradfahrer.

 

Wunderschöne Berglandschaft

 

Nach dieser Konversation mit meinem Hotelgast bin ich besser in der Lage die Welt der Rennradfahrer besser zu verstehen, warum sie Ihren Sport so leidenschaftlich nachgehen und was sie so sehr daran fasziniert, speziell hier auf Gran Canaria.

Und ich denke, dass es immer wichtig ist beide Seiten zu sehen, und sich auch immer zu hinterfragen, warum ist etwas so wie es ist, was ist es was diese Menschen an diesem Sport so sehr begeistert, es ist natürlich immer ein leichteres zu urteilen, dass Schwierige ist jedoch immer beide Seiten der Medaille in Betracht zu nehmen, egal bei was.

Natürlich sind sie auf den Strassen manchmal ein kleines wenig nervend wenn man mit dem Auto unterwegs ist, jedoch gehören Ihnen die Strassen genauso sehr wie für uns Autofahrer, und sie machen nichts weniger als ihren Sport nachzugehen.

Ich bin sehr froh, dass ich mich getraut habe die Konversation mit diesem Gast zu suchen, denn diese Konversation hat mir eine neue Sichtweise ermöglicht, die Sicht eines Rennradfahrers, welche einfach nur leidenschaftlich ihren Sport nachgehen.

Ich habe nun viel mehr Verständnis für diese Menschen als ich es vorher hatte, und ich bin dankbar für das Gespräch, dass ich mit jenem Hotelgast aus der Schweiz führen konnte, denn dieses Gespräch hat meine Denkweise über all jene Rennradfahrer grundlegend geändert, und dazu brauchte es nicht viel, sondern nur einen kommunikativen sowie interessanten Austausch mit einem Menschen, der seinen Sport leidenschaftlich nachgeht.

 

Faszinierende Berglandschaft

 

Es kann so einfach sein andere Menschen zu verstehen, wenn man nur miteinander redet und kommuniziert und auch offen dafür ist, andere Menschen verstehen zu wollen und Ihnen die Chance zu geben Ihre Sicht der Dinge darzustellen, es braucht nur ein bisschen Interesse und ein offenes Ohr, mehr nicht.

 

4 Kommentare zu “Immer diese Rennradfahrer…

  1. Sorry…..aber jeder Bericht ist Blabla……und dann noch bei Fb in einer gruppe mit dem Namen „Wirleben auf Gran Canaria“ teilen….wir leben hier…wir wissen was Calima ist,etc.

    • Cristobal Colon

      Hallo liebe Monika,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Für mich ist es wichtig, den Menschen die Gran Canaria noch nicht so gut kennen näher zu bringen. Und nur weil man in einem gewissen Land lebt oder wohnt, muss das ja nicht zwangsläufig heissen das man alles über das Land weiss. Ich lebe hier auf Gran Canaria und komme aus Deutschland, aber längst weiss ich noch nicht alles über Gran Canaria, geschweige denn sogar über mein eigens Herkunftsland, dass gebe ich offen und ehrlich zu 🙂
      Viele liebe Grüsse,
      Chris

  2. Mal davon abgesehen das fats jeden hier der hier lebt die radfahrer nerven. Weil sie sich nicht an jegleiche regel halten!

    • Cristobal Colon

      Hallo Liebe Monika,
      es gibt halt solche, und solche…wie bei den Autofahrern auch. Ich denke wichtig ist, dass man Verständnis aufbringt, denn letzten Endes gehen Sie nur Ihrer Leidenschaft nach, dem Rennradfahren hier auf der Insel. Natürlich nerven Sie mich auch manchmal, wenn ich nein sagen würde, dann würde ich lügen. Mann muss halt immer beide Seiten betrachten.
      Viele Liebe Grüsse,
      Chris

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